Nach Warnung von UN-Experten bis 2013 vier Milliarden Menschen
Probleme mit Trinkwasserversorgung
"Wir müssen mit der Lebensgrundlage Wasser sorgsam und
verantwortungsvoll umgehen", betonte Petra Bayr,
SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung am Samstag
gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Der Weltwassertag, der am Sonntag
zum 16. Mal begangen werde, sei ein Anlass auf die weltweit immer
prekärer werdende Situation des Mangels an sauberem Trinkwasser
aufmerksam zu machen. Nach Warnungen von UN-Experten könnten bereits
im Jahre 2013 bis zu vier Milliarden Menschen, also knapp die Hälfte
der Erdbevölkerung, Probleme mit der Versorgung mit sauberem
Trinkwasser haben. ****
"Bereits jetzt sind eine Milliarde Menschen weltweit ohne Zugang
zu sauberem Trinkwasser. Dies führt zu Krankheiten, großem
menschlichen Leid und in manchen Teilen der Welt werden schon jetzt
Kriege um den Rohstoff Wasser geführt", so Bayr, die weiter
ausführte, dass sich diese Problematik durch Klimawandel,
Bevölkerungswachstum aber auch durch Verschwendung und Verschmutzung
in den nächsten Jahren noch verschärfen werde. Die Versorgung mit
sauberem Trinkwasser sei ein Grundrecht des Menschen, so Bayr und man
müsse verhindern, dass Private oder Firmen Kapital aus dem Mangel an
sauberem Trinkwasser schlagen.
Die SPÖ-Umweltsprecherin erinnerte daran, dass zwar rund drei
Viertel der Erde von Wasser bedeckt, mehr als 90 Prozent davon aber
untrinkbares Salzwasser ist. Nur rund ein Prozent des weltweiten
Wasservorkommens ist trinkbar. Dies stellt vor allem die
Entwicklungsländer vor große logistische Probleme, vielerorts sind
die erreichbaren Vorräte an Trinkwasser bereits aufgebraucht und
verschmutzt. Es sei, so Bayr, die Aufgabe der Staaten der
industrialisierten Welt, die Entwicklungsländer mit nachhaltiger
Entwicklungsarbeit, wie dem Transfer von modernen Technologien zum
Schutz von sauberem Wasser und zur Aufbereitung von vormals
untrinkbarem Wasser, wie beispielsweise Entsalzungsanlagen zu
unterstützen.
Bayr zeigte sich erfreut darüber, dass Wien beim 5.
Weltwasserforum, das aktuell in Istanbul stattfindet, im Rahmen des
International Water Consesus als "Champion City" für herausragendes
Management im Umgang mit der Ressource Wasser und für die aktive
Rolle bei wasserwirtschaftlichen Angelegenheiten im Donauraum
ausgezeichnet wurde. "Wir in Österreich haben das Glück mit Wasser
qualitativ und quantitativ sehr gut ausgestattet zu sein und gerade
deshalb muss das Bewusstsein von Betrieben, aber auch jenes der
Bevölkerung, getreu dem Motto des diesjährigen Weltwasserforums
'Grenzübergreifendes Wasservorkommen', für den sorgsamen Umgang mit
der Lebensgrundlage Wasser geschärfte werden. Denn: Wasser ist die
Grundlage allen Lebens auf diesem Planeten und das gemeinsame Erbe
aller Menschen!
